Begehbares Glas

Multipane VSG – Begehbares Glas

 

Treppen und Böden aus Glas verleihen jedem Raum ein ganz besonderes Ambiente.

Glas ermöglicht eine leichte und elegante Gestaltung. Innenräume wirken dadurch optisch offener und großzügiger.

Als gestalterisches Element nimmt Glas zudem das Licht und die Farben seiner Umgebung auf und erzielt durch die Reflexion zudem optisch reizvolle Effekte.
Begehbare Verglasungen bestehen aus mindestens drei Einzelscheiben, die mit einer hochreißfesten Polyvinyl-Butyral-Folie (PVB-Folie) miteinander verbunden sind.

Die Einzelscheiben werden je nach Anwendung und Auflagersituation in Floatglas, vorgespanntem Glas (ESG), teilvorgespanntem Glas (TVG) oder einer Kombination dieser Gläser ausgeführt.

 

 

Die Glasdicke und der Aufbau richten sich jeweils nach Elementgröße, Befestigungsart und vorgegebener Lasteinwirkung.

Begehbare Gläser sind grundsätzlich zustimmungspflichtig. Zusätzliche Sicherheit wird durch das Aufbringen eines rutschhemmenden Siebdruckes erzielt oder einer jederzeit auftragbaren und erneuerbaren Anti-Rutsch-Beschichtung.

 

Anwendungsgebiete
VSG begehbar ist sowohl für Innen Anwendungen als auch für den Einsatz im freien geeignet. Hier sind die Verglasungen jedoch besonderen Belastungen ausgesetzt.
Der mechanische Abrieb durch Witterungseinflüsse sowie mögliche Verkratzungen durch Steine, Straßenschuhe oder aufgebrachte Gegenstände mit möglicher Rostbildung ist hier besonders groß.

Je nach Art der Anwendung betretbar oder begehbar sind entsprechende Regelwerke, Statiken oder Prüfungen zu beachten bzw. zu erwirken.

Aufbau
VSG begehbar ist mindestens 3-scheibig aufgebaut, wobei die oberste Einheit als Schutz- bzw. Opferscheibe fungiert und nur die darunter befindlichen Gläser die Tragfunktion zu erfüllen haben. Verglasungen mit Bohrungen und/oder Ausschnitten müssen immer thermisch vorgespannt sein, um die Gefahr von Glasbruch zu
minimieren.

Oberflächen
Bei begehbaren Verglasungen kann es aufgrund der jeweils gültigen Unfallverhütungsvorschriften unumgänglich sein, diese mit einer rutschhemmenden Oberfläche zu versehen. Es gibt hier im wesentlichen drei Verfahren:

  • Aufrauhen mittels Sandstrahlen
  • Ätzen mittels einer Säure (z.B. Verwendung von Satinato)
  • Siebdruck mit einem rutschhemmendem Email

Alle drei Verfahren haben gemeinsam, dass durch die aufgerauhte Oberfläche die Rutschgefahr deutlich verringert wird und damit Unfälle vermieden werden können.

Siebbedruckte Verglasungen sind nicht geeignet für den Einsatz in stark frequentierten Publikumsbereichen oder im Freien.

 

Wartung/Reinigung
Bekannterweise hat eine glatte Glasoberfläche neben anderen Eigenschaften auch den Vorzug, dass sich eventuelle Verschmutzungen leicht entfernen lassen und sich die Oberfläche, selbst nach jahrelangem Einsatz mit entsprechender Reinigung, nur ganz unwesentlich verändert.
Leider verhalten sich hier Verglasungen mit aufgerauhten Oberflächen anders. Verschmutzungen sind entweder schwer oder teilweise gar nicht mehr zu entfernen. Aus diesem Grund müssen Verglasungen mit rutschhemmender Oberflächenbehandlung mit wesentlich größerer Sorgfalt behandelt werden, als Verglasungen mit glatten Oberflächen. Eine rauhe Oberfläche sollte daher im Prinzip wie z.B. ein Teppichboden behandelt werden. Kaffee- oder Obstflecken lassen sich beispielsweise, wenn sie nicht sofort entfernt werden, dann nur noch schwer oder gar nicht entfernen.

Hinweis
Im Falle einer Beschädigung der Verglasung ist unverzüglich die Glasfläche zu sperren oder mit einer tragfähigen Platte z.B. aus Holz abzudecken.

 

 

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